Es gibt einen technischen Spezialfall in der Maschinendatenerfassung, der uns immer wieder begegnet, obwohl schon längst tot geglaubt.

Worum geht es? In der guten alten Zeit haben Hersteller von Industriekomponenten wie SPS sehr stark mit Microsoft Technologien operiert. Windows war das gesetzte Betriebssystem und die technologische Basis für viele Entwicklungen.

Da ist es logisch, dass man für den Datenaustausch zwischen Anlagen unterschiedlicher Hersteller eine Microsoft Technologie nutzt. Mit dem üblichen Ziel Standards zu etablieren hat eine damalige OPC Task Force das OPC Protokoll erfunden. Der Name steht ursprünglich für OLE for Process Control und hier wird für IT-Menschen der Bezug zu Microsoft gleich deutlich. Aus der anfänglichen OPC Task Force wurde 1996 die OPCFoundation.

Grundlage von OPC war damals die DCOM (Distributed COM) Technologie von Microsoft. Ein Netzwerkprotokoll für das Component Object Model (COM) im Windows Betriebssystem. Es wurde mit Windows 95 eingeführt und ist somit schon ein paar Tage alt.

Nun hat sich die Welt weiter gedreht und auch Microsoft hat seine Technologien weiterentwickelt. Insbesondere Sicherheitsaspekte führten dazu, dass ab 2021 Microsoft über Security Patches begann DCOM in seinen Betriebssystemen nach und nach abzuschalten. Seit 2023 bekommt man es mit einem aktuellen Windows nicht mehr aktiviert.

Natürlich hat die OPC Foundation nachgezogen und mit OPC UA einen modernen Nachfolger geschaffen. Aber die Mühlen der Zeit mahlen dann doch langsam und so ist das alte OPC nach wie vor im Einsatz - oft in Kombination mit einem ebenso alten Windows. Allerdings kann kein moderneres Windows mehr mit so einer alten Anlage Daten austauschen. Microsoft hat es aus Sicherheitsgründen mit einem aktuellen Windows unmöglich gemacht, was auch richtig ist.

Aber was tun mit der alten OPC Welt? Natürlich weiter betreiben, aber bitte mit einer abgesicherten und modernen Front!

Unsere Produktidee von verlinked ist es, eine OPC-UA-Übersetzer-Front vor einen alten OPC-Server zu setzen und die Daten transparent durchzureichen. Wir nennen es das OPC DA GatewayCX.

Die OPC Schnittstelle wird abgekapselt und nach außen kann die Anlage Daten über modernes OPC UA kommunizieren. Hier hat man Verschlüsselung und Authentifizierung und keine Bauchschmerzen mehr mit einer uralten unsicheren Schnittstelle.

Das ganze lässt sich auch auf einem alten Windows einfach nachrüsten und als Zusatzpaket zu einem bestehenden OPC Server installieren. Nach außen auf dem Netzwerk hat man dann reines OPC UA.

Zur Produktseite: OPC DA GatewayCX